Geschichte

Tradition und Fortschritt seit 1773

1773

Gründung des Unternehmens

 

Omutninsk Metalurgical Plant (OMP) wurde in der Regierungszeit von Kaiserin Catherine II, vom Kaufmann, und späterem Fabrikant sowie Oberstleutnant AD, Ivan Petrovich Ossokin,  gegründet.

Als offizielles Datum der Gründung gilt der 1. Mai 1773, da an diesem Tag die offizielle Baugenehmigung vom Berg-Kollegien ausgesprochen wurde. Im Herbst 1775 fand die erste Stahlschmelze statt. Anfangs hatte die Anlage nur einen zehn Meter hohen Hochofen und eine Raffinerieanlage. Dazu kamen sechs Brennöfen und sechs Hämmer. Die Luftgebläse wurden mit einem Wasserrad angetrieben. Die Produktpalette war klein: Bajonett aus Gusseisen, aus welchen Frischeisen geschmiedet wurde. Spätere Installation von einer Stauchmaschine, erlaubte Produktion von Flach- und Bandeisen.

Der Transport des Produktionsmaterials auf Schiffsbarken erfolgte meist einmal pro Jahr im Frühling, wenn der Fluss Omutnaya nach der Freisetzung von Teichwasser schiffbar wurde. Die Produkte wurden hauptsächlich auf der Messe Laishevskij (in der Nähe von Kasan) und teilweise in Vyatka verkauft. Später auf der Messe Nischni Nowgorod, wo das Material von Omutninsk große Popularität genoss.

1820 – 1845

Erste Erweiterung des Werkes

 

Die erste bedeutende Erweiterung des Werkes fand im Jahre 1820 statt, als Gavril Iwanowitsch Osokin, der das Werk geerbt hatte, es an den Nachkommen des schwedischen Adligen Herman Fridrichowitsch Weimarn (später - Senator in St. Petersburg) vermietete. Der Zeitraum der "Weimar-Miete" wurde 1819-1845 verlängert. Innerhalb dieses Zeitraums stieg die Kapazität des Hochofens stark an und es wurde eine zweite Raffinerie errichtet. Im Laufe der Jahre von 1819 bis 1845 stieg die Kapazität des Hochofens stark an und zudem wurde eine zweite Raffinerie errichtet.

Die Anzahl der Blommery-Öfen und Hämmer verdoppelte sich auf zwölf Stück. Bis zum Jahr 1841 hatte die Anlage drei Dreizylinder-Gebläse mit jeweils vier Flammen.

1850 – 1862

Übernahme durch die Familie Pastuhovy

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Kaufleute Pastuhovy aus Yaroslavl zum Eigentümer wurden, erfolgte die erste Restrukturierung des Unternehmens (27.05.1850). 1886 ging das Werk in vollen Besitz an N.P. Pastuchov. Während "Pastuhovs Regierung" wurde eine ganze Gruppe von talentierten Bergbau-Ingenieuren in leitende Positionen eingestellt. Zwischen 1849-1855 stand das Werk unter der Leitung von Andrew Hristianovich von Siegel. Zu dieser Zeit fing der Bau des zweiten Hochofens, der Puddel-Schweißfabrik und der Errichtung des Omutninsk Damms an. N.P. Pastuchov wurde auch dafür bekannt, dass er aus eigener Initiative eine erste Werksschule eröffnete, sowie 1850 ein Werkshospital baute und eine erste orthodoxe Kirche im Namen des heiligen St. Alexander Nevsky baute, die am 10. Juni 1853 geweiht wurde.

Im November 1856 wurde der zweite Hochofen in Betrieb genommen und die Puddel-Schweißfabrik begann in den Jahren 1861 bis 1862 zu arbeiten, was der Entwicklung des Werkes neue Impulse gab. Zu dieser Zeit galt die Puddel-Methode als sehr modern und eröffnete neue Horizonte für das Omutninsk Stahlwerk (OMP). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (bis 1884) produzierte das Werk mit der Puddel-Methode, das auch für das Walzen von Blechen und Profileisen (Reifenband, Band, Schmalband, Rund usw.) verwendet wurde. Im Jahre 1861 wurden beide Hochöfen modernisiert. Im Allgemeinen wuchs die Komplexität der technischen Ausstattung des Werks.

1872

Einzigartige Dächer in der Hauptstadt St. Petersburg

 

Laut den Archiven wurde Stahl aus Omuntninsk wegen seiner einzigartigen Eigenschaften, nämlich - von seltener Reinheit, Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, für den Bau von Palästen und anderen wichtigen Gebäuden von bedeutenden namhaften Architekten der Epoche nach St. Petersburg verkauft.

Die Palastdächer aus diesem hergestellten Stahl erforderten keine zusätzliche Bearbeitung oder Beschichtung. Beispielsweise im Jahr 1800 in St. Petersburg wurden 141 Tonnen Blech versendet.

Im Jahre 1872 wurde OMP auf der Moskauer Polytechnikum Ausstellung mit einer großen Silbermedaille für die vorgestellten Muster aus Gusseisen und Stahl ausgezeichnet. Und auch später im 20. Jahrhundert war keine Werbung für die Dachkonstruktion aus Omutninsk erforderlich: die Qualität war hervorragend, obwohl die Technologie des Walzens von Stahlblech bis ins 18. Jahrhundert zurück ging.

1875 – 1894

Modernisierung und Werkserweiterung

 

Die Einstellung des englischen Mechanikers F.I. Evans trug dazu weiter bei. Im Jahre 1875 kam ein Schmiedewerk und eine erste Wasserturbine zum Einsatz. Zu den größten Veränderungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte der Bau eines Walzwerkes an Stelle des alten Raffinerieofens. Dies geschah zwischen 1884-1886 unter der Leitung von P.M. Karpinsky. Unterstützt wurde er von dem Bergbauingenieur und Akademiemitglied M.A. Pavlov - Metallurgiewissenschaftler und Gründer der Theorie des Hochofenprozesses. In der Zeit von 1888 bis 1894 wurden zwei Puddelöfen geschlossen und zwei Röstöfen errichtet. Im Jahr 1890 wurde ein Flammofen (Kupolofen) für den Guss von großen gusseisernen Elementen und ein Brückenkran installiert.

1897 – 1906

Jahrhundertwende

 

Im Jahr 1897 wurde unter der Leitung von S.D. Kuznetsov - Bergbauingenieur und Geologe, ein in den Uralfabriken bekannter Mann, der dritte Hochofen mit Heißluft erbaut. Neben Wasserrädern für den Antrieb wurden immer mehr Dampfmaschinen eingesetzt. Im Jahr 1898 wurde die öffentliche Volks-Bibliothek eröffnet. Unter Verwaltung von I.P. Shishov wurden eröffnet: am 15. Oktober 1901 - Fachschule in Malagovskaja, am 15. September 1902 - eine zweijährige Ministeriumschule und am 22. Oktober 1902 - ein Volkshaus zu Ehren des 40. Jahrestages der Abschaffung der Leibeigenschaft. Im Herbst 1906 eröffnete das erste Frauengymnasium mit neun Lehrern.

Der rasche Bau der Eisenbahn in Russland und insbesondere der Bau der Transsibirischen Eisenbahn (1891-1906) zogen einen Schlussstrich unter die ganze alte Ural-Industrie. Ein gewöhnliches Leben von Ural-Fabriken, die ausschließlich mit lokalen Rohstoffen (Erz, Wald, Energie von fallendem Wasser) arbeiteten, gehörten unwiderruflich der Vergangenheit an. Am besten verstand dies der älteste Sohn vom Eigentümer L.N. Pastukhov, der faktisch die letzten 25 Jahre der "Pastuhovs Regierung" das Werk leitete.

1905 – 1915

Große Modernisierung

 

Eine der wichtigsten Rollen in der Werksentwicklung spielte Bergbauingenieur Reingold Yakovlevich Gartvan, der später als stellvertretender Vorsitzender des metallurgischen Bereichs der staatlichen Planungskommission arbeitete. Während seiner Amtszeit (1905-1915) wurde das Werk grundlegend erneuert. Nach seinem Plan wurde der Profilstahl zum Hauptprodukt mit einer großen Vielfalt an Formen und Größen, die in kleinen Mengen produziert wurden. Diese Produkte waren für die Automobil- und Flugzeugindustrie in Russland notwendig, die sich zu dieser Zeit in Russland weiterentwickelten. Durch die Exklusivität der Produkte bekam das Werk eine Monopolstellung auf dem russischen Stahlmarkt. Zwischen den Jahren 1910-1913 wurde das Hauptwalzwerk mit der Hauptwalzstraße "200" und Nebenwalzstraße "500", der 15 Tonnen schwere Siemens-Martin-Ofen, der feuerbeständigen Produktionshalle und dem Stromkraftwerk in Betrieb genommen.

Das Kraftwerk wurde mit einem Dampfturbogenerator der Firma "Brown-Bovery" (derzeit ABB), einem Sterlingkessel und einem Elektrogenerator mit Francis-Turbine ausgestattet. Im Werk startete die Ära der Verwendung von Elektromotoren, der mit 420 PS war von der deutschen Firma "Siemens & Halske" mit 420 PS wurde im Profilstahlwalzwerk installiert. Am 10. Juli 1913 fand der Verkauft der Aktien von Omutninsk Metalurgical Plant an Aktionäre aus St. Petersburg, die Familie Pastuk-hovy hielt jedoch eine Mehrheitsbeteiligung. So entstand "Aktiengesell-schaft der Nordwerke der Erben von N.P. Pastukhov".

1917 – 1925

Nach der Verstaatlichung

 

Von 1917-1919 arbeitete ein Bergbauingenieur namens E.N. Barbot-de-Marni in dem Werk als kaufmännischer Leiter und später als technischer Leiter. Er war bekannt als Autor zahlreicher Artikel auf dem Gebiet der Metallurgie und für sein Buch "Ural und sein Reichtum". Im Frühjahr 1918 wurde das Werk verstaatlicht. Während dieser Zeit entstanden Verbindungen zur Automobil- und Luftfahrtindustrie, für Luftflotte produzierte das Werk Chrom-Nickel-Stähle und für die Schiffsflotte das Schmiedeeisen.

Das Fehlen vom konkreten Eigentümer führte zu mangelnden Investitionen und dem Mangel an Betriebskapital (Geld, Erz, Treibstoff, etc.). Erst im Jahr 1925 wurde Stahl aus Omutninsk in Moskau getestet und zeigte sich von höherer Qualität als der Stahl aus Zlatoust und Putilovsk. Daraus folgte die Ausdehnung der Staatsordnung.

1926 – 1930

Start der Produktion von Sonderprofilen

 

In der Zeit nach der Revolution, in den Jahren 1920 bis 1930, verfolgte die Betriebsleitung die zunehmende Produktpalette und Komplexität der in Kleinserien gefertigten Profile (Werkzeugstahl, Carbonstahl und Baustahl). Im Jahr 1926 arbeitete der talentierte Kalibrierer N.P. Pawlow (1874-1947) im Werk und führte schwierige Walzenkalibrierungen für das Warmwalzen durch und so erlang es ihm die erste Produktion von Spezialprofilen zu fertigen. Später war er Leiter des Warmwalzprozesses und führte die Entwicklung neuer Formen von Spezialprofilen erfolgreich durch. Die Rolle des Omutninsker Werks nahm dank der Monopolstellung seiner Produkte auf dem Inlandsmarkt sehr schnell zu.

In den Jahren 1922 bis 1926 bewegte sich das Werk zur Produktion von hochqualitativem Profilstahl über. Wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Anlage waren die Stilllegung der Hochöfen (1929) und die Errichtung des zweiten Siemens-Martins-Ofens (1930 - 1932) sowie der Bau der Eisenbahnstrecke Yar-Fosforitnaya (1929 - 1932).

1931

Transport von Stahl

 

Im Frühjahr 1931 wurden die Produkte von OMP zum letzten Mal auf Lastkähnen über Wasser transportiert. Der Bau der Eisenbahnstrecke löste diesen Weg ab. Am 15. Juni 1931 kam die erste Lokomotive in Omutninsk an und ab Oktober 1932 wurde der reguläre Bahnverkehr eröffnet.

1938 – 1941

Wiedergeburt der Blechproduktion

 

Die weitere Entwicklung des Werkes wurde vorangetrieben mit dem Bau des neuen Kraftwerks (1936 - 1941) und am 6. November 1938 – mit dem Start des Walzwerkes "550-2" für Flachstahl (1969 geschlossen), welches neben der bestehenden Walze "550 Nr. 1" installiert wurde. Hatte man noch in dem Zeitraum 1896-1907  für den Bau von Dächern Flachstahl im Puddelverfahren hergestellt,  die Puddling Stücke wurden zu flachen Brammen gewalzt bevor sie ins Blechwalzwerk übergingen, so verlagerte sich in den 20er Jahren die Produktion vom Dachstahl hin zum Flachstahl für den industriellen Einsatz.

1941 – 1945

Kriegsjahre und weitere Entwicklung

 

Während des Krieges stieg die Nachfrage nach Flachstahl aufgrund der Massenproduktion von Minenkörpern und Sapper-Schaufeln drastisch an. In dieser Zeit wurden beide Flachwalzwerke "550" wie nie zuvor ausgelastet.

Ebenso installierte das Werk neue leistungsstarke Elektromotoren für die Walzstraßen "450", "280" und "550" Nr. 2. Die Modernisierung der Walzstraße "500", die Umrüstung des Glühofens und der beiden Siemens-Martin-Öfen begann auch in dieser Zeit. Durch die starke Erweiterung der "Spezialprodukte" in den Kriegsjahren (Spaten, Minenkörper) wurden die erforderlichen Mengen von Stahlblech und Dachblech stark erhöht und somit kam es zu der Implementierung der Walzung von 5 mm Bleche für die Vereidigungsindustrie. Bei der Durchführung von diesen Bestellungen, wurden neue Stahlgüten entwickelt, die ihre Anwendungen in der Luftfahrt gefunden haben. Mit den heißen Walzen erzeugten die Produktionsmitarbeiter mehr als 20 neue komplexe Spezialprofile. Es wurden folgende Profile produziert: Anker-, Polansatz-, Trapezprofile, U- und T-Profile, konische Profile und Winkel in verschiedenen Größen. Der Konstrukteur vom bekannten "PPSch-41" G.S. Schpagin hat nicht nur oft über OMP geschrieben, er war sogar selbst vor Ort um sich für die gute Arbeit zu bedanken. Im Jahre 1948 nahm er an der Geburtstagsfeier des 175-Werksjubiläums teil.

Gleichzeitig wurde mit dem Bau des dritten Siemens-Martin-Ofen begonnen um die Produktion weiter zu erhöhen.

1946

Das Geschenk an Stalin

 

Anfang 1946 überreichte der ehemalige Werksmitarbeiter J.E. Chadaev im Namen aller Werksmitarbeiter ein Geschenk an Josef Stalin dem I.V. - eine schön gestaltete Palette mit Profilmustern von OMP. Während des zweiten Weltkrieges war der Name von J.E. Chadaev bei vielen Sowjets bekannt.

Viele wichtige Regierungsbeschlüsse und vor allem über die Verleihung von General- und Admiraltiteln, wurden in Zeitungen veröffentlicht, die von zwei Personen unterzeichnet wurden - dem Vorsitzenden der Sovnarkom der UdSSR, Josef Stalin, und dem Geschäftsleiter von Sovnarkom der UdSSR, J.E. Chadaev.

1957

Walzstraße „280“

 

Im Jahre 1957 stand OMP kurz vor der Schließung. Der Chefingenieur I.H. Markov übernahm die Eigenverantwortung für den Bau des neuen Walzwerks mit eigenen Betriebsmitteln. Von 1959 bis 1962 dauerte der Bau und das Einrichten der neuen Walzstraße "280". Am 31. Oktober 1962 wurde die erste Walzung durchgeführt. Genau das bestimmte das weitere Schicksal des Werks.

1960 – 1980

Zeit der rasanten Entwicklung

 

Von 1960 bis 1980 war die Zeit der rasanten Entwicklung von OMP. In den Jahren 1963-1964 wurde eine neue Thermo-Kalibrier-Anlage errichtet und von 1964-1966 eine neue Gießerei. Ein Meilenstein in der Lebensdauer des Werks war der Start des ersten in der Sowjetunion-Komplex für kombinierten Gießens und Walzens - eine Einheit der Walzstraße "140-500", die Anfang 1966 in den Probebetrieb genommen wurde.

Im Jahr 1965 wurde mit dem Bau der neuen Walzstraße für kaltgezogene Profile begonnen, der Start der ersten Etappe erfolgte 1969 und die zweite Etappe 1972. Im Jahr 1973 wurde OMP 200 Jahre alt und erhielt den Orden der Labour Red Flag. 1974 wurde das Werk für die Produktion von Sonderprofilen mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

In der Zeit zwischen 1976-1994 unter der Leitung von Direktor A.M. Petrenko wurden verschiedene soziale Einrichtungen, darunter ein Sanatorium, ein Krankenhaus, mehrere Kindergärten, ein Kurhaus und drei große Wohnheime gebaut. Bis Ende 1985 wurde eine neue Anlage zur Herstellung von Aufzugsführungsschienen in Betrieb genommen.

 

1990 – 1995

Der Übergang zur Marktwirtschaft

 

In den 90er Jahren, mit dem Beginn der Marktreformen in Russland, war OMP kein Staatsunternehmen mehr. Im September 1992 wurden eine offene Aktiengesellschaft gegründet, welche später eine geschlossene Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

Ein großes Ereignis im Leben des Werks war Ende 1992, die Inbetriebnahme der neuen Walzstraße "450", die das Vormaterial für die Produktion von Aufzugsführungsschienen herstellte.

Mitte 1994 wurde V.A. Kuznetsov zum Generaldirektor des Werks ernannt. Die Werksleitung hat das Werk nicht nur vor dem Konkurs bewahrt, sondern auch eine verlässliche Basis für ihre weitere Entwicklung geschaffen.

2001 – 2007

Neubeginn und große Modernisierung

 

Seit Februar 2001 wird das Unternehmen Omutninsk Metallurgical Plant von A.D. Voloskov geleitet, der seit 1995 als technischer Direktor im Werk tätig war. Unter seiner Leitung begann eine große Modernisierung des Werks, um ein modernes Unternehmen zu schaffen. Ein langfristiges Investitionsprogramm wurde erfolgreich umgesetzt, das auf den Wiederaufbau und die Modernisierung der Produktion abzielte. Die Umsetzung dieses groß angelegten Projektes begann mit der Umstellung der Heizproduktion auf Erdgas. Alle Produktionsanlagen im Werk wurden nach und nach von 2001 bis 2011 auf Erdgas umgestellt. Am 25. Dezember 2006 wurde die erste Etappe der Rekonstruktion der Stahlerschmelzung umgesetzt. Ein großer Industriekomplex, bestehend aus Pfannenofen und Stranggussanlage, wurden in Betrieb genommen. Dies war der größte Umbau in der Geschichte von OMP.

2007

Expansion – Gründung der VOL-Stahl GmbH

 

Im Jahr 2007 wurde die VOL-Stahl GmbH gegründet mit ihrem Hauptsitz in Dresden und Lager- und Anarbeitungshallen in Hoyerswerda. Von dort startet der Vertrieb von Produkten des Werkes OMP in die Märkte außerhalb der ehemaligen GUS Staaten. Hauptprodukte waren zu diesem Zeitpunkt Aufzugsführungsschienen sowie Sonderprofile für die Automobilindustrie

2011 – 2013

Kontinuierliche Modernisierung

 

In der Zeit von 2011 bis 2013 wurde die nächste Phase der Modernisierung durchgeführt – eine neue Walzstraße "500" wurde installiert. Der Walzprozess war jetzt voll mechanisiert und automatisiert. Die Walzstraße wurde im Februar 2014 in Betrieb genommen. Mittlerweile ist die Modernisierung ein konstanter Prozess – der alle Bereich des Werkes, ob Qualitätsüberprüfung, Automatisierung von Weiterverarbeitung, mechanische Bearbeitung, Wärmebehandlung oder Stahlerschmelzung betrifft.

2014 – heute

Das neue Gesicht des Unternehmens

 

Derzeit ist die Aktiengesellschaft "OMP" ein kompaktes Unternehmen, spezialisiert auf die Produktion von warmgewalzten und hochpräzisen kaltgezogenen Stahlprofilen mit komplexen Querschnitten. Diese finden Anwendung unter anderem in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in der Werkzeugindustrie, der Messtechnik sowie vielen anderen Branchen. Zudem ist OMP auch spezialisiert auf die Produktion von Aufzugsführungsschienen für Personen- und Lastenaufzügen, nach den russischen und internationalen Standards

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen die dynamische Entwicklung und die stabile Finanzlage des Unternehmens. Für Leistungen in internationalen Programmen, wie "Partnerschaft für Fortschritt" und "Integration in die Weltwirtschaft" wurde OMP mit den Preisen "Golden Globe", "Big Seal", "Golden Eagle", "Golden Palm" und "Grand Prix" ausgezeichnet.

Die Produkte von OMP sind nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland mittlerweile bekannt und geschätzt. Seit der Gründung der VOL-Stahl GmbH hat der Absatz in die Weltmärkte stark erhöht. In 2014 wurde ein Repräsentanzbüro in Shanghai (China) gegründet, welches dank der hervorragenden Entwicklung schon zwei Jahre später in eine GmbH umgewandelt wurde. Dank der hohen Professionalität und Loyalität der Mitarbeiter und trotz eines schwierigen Umfelds, entwickelte sich das Werk Omutninsk Metallugical Plant (OMP) und ihre angebundenen Unternehmen hervorragend.

Traditionen und Erfahrungen, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben, werden von den gegenwärtigen Mitarbeitern erfolgreich weitergeführt und erlaubt uns alle optimistisch in die Zukunft blicken zu können.



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